Verfügbarkeit

Welche Nachteile haben Fußballvereine dadurch?

In einem anderen Artikel ging es um die Möglichkeiten und positiven Aspekte, die ein Fußballverein haben kann, wenn er sich dafür entscheidet auf erneuerbare Energie zu setzen. Wie immer im Leben hat aber auch dieses Thema eine oder gleich mehrere Kehrseiten. Welche das sind erfahren sie nun in diesem Artikel.

Was passiert wenn der grüne Strom nicht verfügbar ist?

Ein Fußballstadion benötigt ziemlich viel Strom. Der Strombedarf ist so hoch, dass man wahrscheinlich Probleme haben würde, sich vorzustellen wie hoch er tatsächlich ist. Die Spitze erreicht der Bedarf natürlich dann, wenn ein Spiel auf dem Plan steht. Aber an den anderen Tagen ist das Stadion natürlich nicht komplett geschlossen. Es finden Führungen für Vereine, Schulklassen und Ausflügler statt, die Caterer müssen ihre Arbeit erledigen und man das Stadion muss natürlich auch noch geputzt werden. Denn einige tausend Menschen hinterlassen jede Menge Dreck im Stadion. Mit anderen Worten ist also immer Strom nötig.

Zurück zu alten Gewohnheiten?

Nun ist es aber zumindest theoretisch möglich, dass es Mal zu einem Engpass in diesem Bereich kommen kann. Was wäre dann los? Man stelle sich das einmal in der Anfangszeit vor, in der der Strom aus erneuerbaren Energien zunächst für ein paar Wochen geliefert wurde. Schnell würde es die ersten Stimmen geben, die sagen würden, dass man schnell wieder auf „die gute alte“ Energie setzen sollte und man Abstand von modernen Dingen wie diesem grünen Strom nehmen sollte.

Innovationen sind in Deutschland eben nicht besonders beliebt, man setzt lieber auf die Dinge, die auch früher geklappt haben, was in einigen Bereichen auch super funktionieren kann, aber man sollte vielleicht auch über erneuerbare Energie nachdenken. Auch ein Fußballverein.

Es gibt bestimmte Gebäude, die einfach Strom benötigen, ansonsten können sie nicht funktionieren. Zu diesen Gebäuden zählen zum Beispiel die Feuerwehr, wahrscheinlich auch eine Polizei und ein Krankenhaus. Stellen sie sich einmal vor, dass während einer Operation in einem Krankenhaus die Stromversorgung zusammenbricht. Das hätte unter Umständen tödliche Folgen und sollte deshalb niemals passieren.

Wirtschaftlichkeit steht über allem?

Auch ein Fußballstadion in dem ein Spiel stattfindet, gehört zu solchen Gebäuden und das aus mehreren Gründen. Die Stadien setzen auf Flutlicht, das nicht einfach so durch ein paar Laternen längere Scheinwerfer ersetzt werden kann. Daher würde das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit auch hinterher einfach unterbrochen werden. An sich ist eine Unterbrechung nicht das allerschlimmste was passieren kann. Aber Fußballvereine sind mittlerweile große Firmen geworden, die einen strengen Zeitplan erfüllen müssen und bei dem es um knallharte Interessen geht.

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Neben diesem offensichtlichen Grund geht es auch darum, dass Sicherheitskräfte auf die Technik angewiesen sind und man sich erst recht nicht bei Risikospielen leisten kann, dass sie ausfällt und Straftäter wohlmöglich ungestraft davonkommen können. Es gibt also mehrere Gründe, warum man stets Strom im Fußballstadion benötigt.

Ist Biostrom immer verfügbar?

Eine der größten Fragen, die Menschen umtreibt, wenn es um den Bereich des Biostroms geht, bezieht sich auf die Verfügbarkeit des Stroms aus erneuerbaren Brennstoffen. Wir sind es gewöhnt, dass der Strom sofort geliefert wird, wenn wir ein Gerät in die Steckdose stecken. Das geht nicht nur Privatpersonen so, sondern auch den Firmen, einige von ihnen sind sogar auf die permanente Verfügbarkeit angewiesen, wie zum Beispiel Krankenhäuser. Sobald die Stromversorgung gekappt ist, kann das sehr ernste Folgen für die Patienten haben, da in diesen Momenten die Maschinen nicht mehr laufen würden und dann zum Beispiel eine Atemmaschine ausfallen würde und wir wissen alle was passiert, wenn man keine Luft bekommt.

Kann Deutschland das packen?

Im Zusammenhang mit dieser Frage geht es auch im die Umsetzung der Lösung. Die simpelste Idee würde beinhalten, dass man einfach genug Anlagen baut, die erneuerbare Energie herstellen können. Das würde dann also bedeuten, dass einige Acker und Wiesen für die Erzeugung von erneuerbarer Energie genutzt werden würden.

 Was sich in der Theorie erst einmal sehr einfach und vor allem machbar anhört, ist in der Tat leider nicht so einfach zu realisieren. Der Grund hierfür liegt an der geografischen Lage Deutschlands. Natürlich gibt es Tage in denen die Temperatur über 35°steigt, in sehr vielen Fällen schafft sie aber nicht einmal diese Marke. Und wenn die Sonne scheint, dann kann man nicht behaupten, dass es immer angenehm ist, wenn man ohne Jacke vor die Tür geht. Ganz und gar nicht.

Ähnliches gilt für den Wind. Es gibt einige Tage an denen werden die Unwetterwarnungen oft und deutlich kommuniziert. Dann gibt es aber immer wieder einige Tage, an denen überhaupt kein Lüftchen weht.
Sollen Endverbraucher das dann einfach so hinnehmen? Sollen sie sich damit abfinden, dass es manchmal eben nicht möglich ist, dass man das WLAN nutzt und Lebensmittel immer wieder verderben, da der Strom für den Kühlschrank nicht ausreicht?

Ansichten der Politik

Solche Fragen dürften sehr wahrscheinlich für große Skepsis sorgen und nicht dazu beitragen, dass man in Zukunft weiter auf die grüne Energie setzen wird. Daher müssen jetzt Antworten auf eben solche Fragen gefunden werden, erst dann kann man wohl wirklich an eine Veränderung glauben.

Dazu braucht es aber auch Glück, zum Beispiel im Bereich der Politik. Gut wäre es, wenn man eine Partei an der Macht hätte, die eben genau solch Energie fördern möchte. Mit einigen Parteien ist das aber schwer zu machen.