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Biostrom in den Stadien

Der Strom in einem Fußballstadion ist nicht nur unerlässlich, sondern wird von ihm jede Menge gebraucht. Es müssen Flutlichter, Video Leinwände, Kameras, Mikrofone, Sanitäranlagen, Imbisse und Kabinen mit Strom versorgt werden. Wenn der Strom also einmal nicht läuft, hat das Auswirkungen auf die Menschen im Stadion. Auch auf die, die auf dem Platz stehen und versuchen den Gegner zu bezwingen. Daher ist es wichtig, dass der Strom immer verfügbar ist.

Der gesellschaftliche Stellenwert des Fußballs ist unbestritten

Wenn man sich aber den Stellenwert des Fußballs vor Augen führt, dann wird deutlich, dass jedes Wochenende in neun deutschen Städten einiges an Energie verbraucht wird und das sind nur die Spiele der ersten Bundesliga. Dazu kommen noch die Spiele der zweiten Bundesliga und der dritten Liga. Selbst die Spiele in der vierten Liga werden immer beliebter und ziehen jedes Wochenende viele Menschen in ihren Bann.

Wenn man sich diese beiden Aspekte bewusstmacht, dann kann man schnell zu der Annahme gelangen, dass es doch besser wäre, wenn die benötigte Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen würde, oder nicht?

Es wäre daher zu begrüßen, wenn ein Fußballverein mit gutem Beispiel vorangehen würde und sich dem Thema erneuerbare Energie komplett verschreiben würde. Es wird wohl keinen Zweifel über den gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs geben. Schon vor einigen Jahren gab es die Kampagne Keine Macht den Drogen und vor einigen Jahren gab es eine Kampagne, die für mehr Integration durch den Sport und eben auch durch den Fußball beworben hat.

Hinzu kommt, dass grade in Deutschland der Fußball nicht nur einen sehr hohen Stellenwert hat, sondern auch aus dem Ausland ab und zu auf die Deutschen geschaut wird. Schließlich sind sie bei der letzten Weltmeisterschaft Sieger geworden und immer mehr deutsche Spieler spielen nun auch im Ausland. Dazu kommt, dass deutsche Trainer im Ausland hoch gehandelt werden und andersherum ausländische Trainer nach Deutschland kommen, um zu arbeiten.

Die Kooperation ist gar nicht so abwegig

Dadurch, dass ein Fußballverein bei diesem Thema mit gutem Beispiel voraus geht, könnte man also auch dafür sorgen, dass die Idee im Ausland bekannt wird, was bei dem dortigen Stellenwert des Fußballs bestimmt auch keine schlechte Idee sein dürfte.

Auch national dürften die Folgen stark zu spüren sein. So lässt sich behaupten, dass es einen Imagegewinn geben würde für den Verein, der bereit ist auf erneuerbare Energien zusetzen. So abwegig muss die Partnerschaft nicht sein. In beiden Bereichen geht es um Energie, wobei einmal der Strom gemeint ist und auf der anderen Seite die Energie gemeint ist, die eine Mannschaft zusammen mit den Fans auslösen kann. Daher spricht man manchmal auch von einer elektrisierenden Spannung, die man in einem Fußballstadion spüren kann.

Das Fußballer auch gute Werbegesichter sind, wird kaum jemand bestreiten. Fußballer als Testimonials sind in der Branche schon seit einigen Jahren immer wieder zu sehen. Dabei kann es sich auch um Branchen handeln, die auf dem ersten Blick nur bedingt etwas mit Fußball zu tun haben. So gab es zum Beispiel Fußballspieler, die für Sportwetten geworben haben. Das ist eigentlich ein No Go, wobei an dieser Stelle erwähnt werden muss, dass man es dabei mit einem Profi zu tun hatte, der seine Karriere schon beendet hatte.

Außerdem gab es Fußballspieler, die für Chips geworben haben, ein Nahrungsmittel, das wohl eher selten von Fußballern gegessen wird. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Chips dick machen können und kennen sie einen dicken Fußballer, der noch aktiv spielt? Wahrscheinlich wird es den einen oder anderen Spieler geben, die Mehrheit von ihnen wird aber keine Gewichtsprobleme haben. Ein Fußballspieler macht sogar Werbung für eine Urlaubswebseite. Diese Beispiele zeigen, dass es einige Fußballspieler gibt, die als Testimonials fungieren. Warum sollten Fußballer dann nicht auch für erneuerbare Energie werben?

Fußballer verfügen über eine große Reichweite

Diese Werbung könnte teilweise sogar etwas billiger für die Firmen ausfallen, denn einige Spieler verfügen über eine sehr große Anhängerschaft in den sozialen Netzwerken. Sie erreichen mit einem Post also jede Menge Personen. Dass derselbe Effekt auch ohne diese Kanäle erzielt werden kann, darf zumindest bezweifelt werden.

Die Idee des erneuerbaren Stroms gibt es zwar schon seit einigen Jahren, aber es ist nicht unbedingt so, dass alle Personen dafür ein Bewusstsein haben. Einigen Menschen ist es schlichtweg egal, woher der Strom kommt, Hauptsache ist, dass die Geräte bei Bedarf funktionieren. Gegen diese Idee ist natürlich nichts einzuwenden, auch wenn sie nicht wirklich freundlich für das Klima ist. Daher ist es bestimmt kein dummer Gedanke, wenn auch Kinder schon früh ein Bewusstsein für dieses Thema bekommen. Natürlich nicht Kleinkinder aber ältere Kinder setzen sich durchaus schon mit diesen Themen auseinander. Wenn sie sehen, dass ihr Lieblingsverein auf Strom setzt, der die Umwelt schont, dann kann das Kinder für das Thema sensibilisieren und sie selbst daran erinnern, dass es damals ihr Lieblingsverein war, der auf die erneuerbare Energie gesetzt hat, wenn sie selber so weit sind und den Strom für ihre eigene Wohnung bestellen.

Erfolg ruft Neider auf den Plan. Jemand, der sieht, dass eine Idee in einer Branche funktioniert, kann sich auch für diese Idee begeistern lassen. Mit anderen Worten kann es sein, dass bei erfolgreicher Umsetzung auch andere Branchen quasi angesteckt werden und ebenfalls auf grünen Strom setzen werden. Dadurch könnte im Idealfall eine Kettenreaktion entstehen und einige positive Effekte für das Klima mit sich bringen.